Warnung vor Lungenautomat Spiro Supra


Passiert ist die Geschichte in diesem Jahr (Juni und August 2000):

Ein ganz normaler Seetauchgang. Auf einer Tiefe von 24 Metern signalisiert der Tauchpartner plötzlich Probleme mit seinem Lungenautomat. Die zweite Stufe blies unkontrolliert ab. Nach dem Absperren der ersten Stufe wurde der Aufstieg eingeleitet und das Problem analysiert. Die zweite Stufe, ein Teil aus Kunststoff, war eingefrohren und hatte so das Abblasen des Lungenautomaten bewirkt.
Das dies kein Zufall war, zeigte sich zwei Monate später im Zugersee. Bei einer Tiefe von nur 22 Metern vereiste der Automat derartig, dass das Abblasen urplötzlich und so heftig auftrat, dass ein Weiteratmen aus dem Automaten unmöglich war. Der Luftverlust betrug, trotz sofortigem Abschalten der Luftversorgung und Wechsel auf den Zweitautomaten, gut 60 Bar (10 ltr. Gerät), die innert kürzester Zeit verpufft waren. Auch hier trat klar ein Vereisen der zweiten Stufe auf. Diese Tatsache bestätigten mir auch verschiedene andere Taucher, denen mit dem Supra das selbe auch schon passiert war.

Vor Seetauchgängen mit Lungenautomaten der Marke Spiro Supra oder dem Baugleichen Modell der Firma U.S. Divers Aqualung kann ich nur warnen. Die zweite Stufe, dessen Gehäuse aus isolierendem Kunststoff besteht, neigen, bei den in unseren Gewässern herrschenden, meist niederen Temperaturen, schon in moderaten Tiefen extrem zur Vereisung. Der extreme Luftdurchlass dieses Hochleistungsautomaten (ca. 1600 ltr./Min.) führt dazu, dass in dieser Gefahrensituation die Atmung aus dem vereisten Automaten praktisch verunmöglicht wird und zudem der Luftvorrat sehr schnell schwindet. Deshalb mein Rat für See- und andere Kaltwassertauchgänge: Hände weg vom Spiro Supra.


Autor: Hanspi Schmid

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