Frog
Rotes Meer 2000 - ein WFB Anlass

Teilnehmer : Heny, Lydia, Manuela, Beat, Beny, Dani, Fredy, Hampe, Hanspi, Heinz, Rene

Das Schiff : Heaven Discovery

Länge ü. A.
Breite
Eigengewicht
Maschinen
Generatoren
Entsalzung
Bäder und WC´s
Gästekabinen


Kompressoren
Navigation
Erste Hilfe
Sicherheit
Tauchflaschen
Beiboot

30,00 Meter
7,8 Meter
186 Tonnen
2 Stk. je 600 PS
2 Stk. je 40 KW
3.500 lit. / 24 h
7 Stk.
4 x 3-Bett alle Bad / WC / Aircon

4 x 2-Bett alle Bad / WC / Aircon
2 Bauer Mariner
Radar / Echo / GPS / Radiotel.
Notfallkoffer & O²
Inseln & Westen
Alu 12 lit. DIN/INT
Zodiak 4,80 Meter

Tauchplätze: Shaab Torombi, Abu Dabab Telata, Elphinston Riff, Samadai Cave, Samadai Erg'sWest,Habili Radir, Erug Ghezira Wadi Gimal West II, Erug Ghezira Wadi Gimal West IV, Shaab Sharm Süd, Shab Samadai Outside Süd/Ost, Shaab Marsa Alam, Elphinstone Nord, Elphinstone Süd, Mangrove Bay und Utopia Hausriff.

The Story:

10 WFB'ler wagten das Abenteuer dieses Jahr und keiner wusste wie es werden würde ausser einem. Es war Hanspi unser Präsi - denn er kannte die Flotte und das Tauchgebiet und hat die Reise organisiert. 5 Aktivmitglieder des WFB trafen sich bei Rene und Heidi zu einem kurzen Kaffeeklatsch. Der Transfer zum Bahnhof Basel SBB war ebenfalls bestens organisiert. Recht herzlichen Dank an Rene und Heidi. Bei einem kurzen Halt in Liestal gesellten sich dann 4 weitere tauchfreudige Wasserfrösche zu uns (vo hingefüre). In Zürich Kloten angekommen managte Manuela einen Gruppencheckin (auch dafür herzlichen Dank). Obwohl trotz 30 kg Tauchgepäck pro Person wurde kurz vor dem Checkin teilweise noch umgepackt. Nach einem kurzen Snack im Restaurant und regem Einkaufen im Dutyfree (etwas gegen die Würmer sollte man immer dabei haben - falls es mal wirklich nur Wasser geben sollte) waren wir flugbereit. Der Flug mit der Egyptair war sehr gesittet bis zu dem Zeitpunkt als man bemerkte. dass zum Essen weder Wein noch Bier gereicht wurde. Es blieb also einigen nichts anderes übrig als das noch vorhandene Cola mit Whisky etwas zu strecken. Nach diversen Anlaufschwierigkeiten wie 4 Std. Abflugverspätung landeten wir um 00:20 in Hurghada. Neptun musste es gut mit uns gemeint haben - denn unser Tauchgepäck konnte von allen in Empfang genommen werden, was nicht selbstverständlich ist, denn wir hatten jemanden im Bus dem leider das Gepäck fehlte. Der Service des Reiseveranstalters wurde schon unter die erste Bewährungsprobe gestellt. Kurz wurde ein Equipment organisiert und los ging die Fahrt. Nach ca. 2 Std. Bustransfer erreichten wir El Quesier. Der Snack welcher in Hurgahda für den Bustransfer besorgt worden war wurde mehr oder weniger auch vertilgt. Als wir den Hafen von El Quesier um ca. 03:00 Uhr erreichten bot sich mir ein Bild das kaum zu beschreiben ist. Eine ganze Armada lag im Hafen. Ein Schiff grösser als das andere. Schon nach dem Übersetzen vom Quai zum Schiff stellte sich heraus, dass die Discovery das grösste von allen war. Kurz nach Ankunft auf dem Schiff wurde unser Gepäck ebenfalls an Bord gebracht - ohne selbst Hand anzulegen. Nach einer kurzen Einleitung über das Bootsleben durch Stephanie unser 1 wöchiger Tauchguide und Ansprechpartner wussten wir auch, dass die Discovery erst 2 1/2 Monate als Tauchschiff unterwegs war - also brand neu. Schnell wurde dann das persönliche und taucherisches Equipment verstaut. Die 8 Kojen waren zu je 3 Personen ausgelegt. Da das Schiff aber nicht voll belegt war ergab es sich, dass für 2 Pers. eine Koje zur Verfügung stand. Also genügend Ablage-und Stauraum pro Koje. Da ja nicht alles so leise vonstatten geht waren wir plötzlich zu 11t. Hanspi und Lydia welche schon früher auf dem Schiff angekommen waren und Ihren wohlverdienten Schlaf von dem vorangegangenen Ägyptentrip suchten waren nach mehreren Klopfattacken nun auch bereit Ihre Pässe abzugeben. Ohne alle Pässe hätten wir am Morgen nicht auslaufen können. Obwohl es bereits knapp 4 Uhr morgens war genehmigten sich noch einige einen Schlummerbecher und prosteten sich gegenseitig auf die kommende Woche zu. Einen kurzen Rundgang über das Schiff habe ich dann auch noch kurz absolviert. Dann war aber chüssilose Zyt angesagt. Am gleichen Morgen zeigte sich dann erst richtig in welcher Situation die andern und ich mich befanden. Angefangen mit einem herrlichen und ausgiebigen Frühstück (wirklich alles was das Herz begehrt - Käse, Wurst, Omeletten, Eier ect, alles kann ich gar nicht aufzählen), dass sich vorweggenommen auch im Verlauf der Woche nicht ändern sollte. Um 09:30 verliessen wir mit der Discovery den Hafen von El Quesier. Bei der ca. 4 stündigen Überfahrt zum ersten Tauchplatz Shaab Torombi lernten einige die Auswirkungen der Seekrankheit kennen. In dieser Zeit konnte das Schiff von denjenigen welche nicht noch Nachholbedarf bezüglich Schlaf hatten nun besser erkundet werden als kurz nach der Ankunft im Hafen.

Das Sonnendeck erstreckte sich bis zu fast 2/3 über das Schiff und bot genügend Liegemöglichkeiten mit und ohne Sonne. Das Deck selbst setzte sich wie folgt zusammen: im vorderen Teil Richtung Bug war die Küche. Anschliessend Richtung Heck (natürlich abgetrennt) folgte der Speisesaal mit 2 separaten Tischen. Weiter an den Speisesaal grenzte der Aufenthaltsraum mit sehr bequemen Sitzmöglichkeiten - einer Bar und einer Radio/CD- und TV-Ausrüstung welche sich auch sehen lassen konnte. Durch uns wurde davon eigentlich nur der CD-Player verwendet. In einem ganz speziellen Fall mussten wir jedoch die Repeatfunktion des CD-Players gebrauchen - aber mehr dazu später.

Im hinteren Teil des Schiffes - auch Heck genannt, war dann alles nur fürs Tauchen reserviert. Jeder der die Annehmlichkeiten des Tauchens auch für immer älter werdende Taucher (mich nicht ausgeschlossen) zu schätzen weiss wird mir zustimmen, dass es vor und nach dem Tauchen nichts bequemeres als eine Plattform für Ein- und Ausstieg sowie Sitzbänke mit Halterungen für die Tauchflaschen gab. Jacketts wurden an dem jeweiligen PTG belassen und die für eine Woche "persönlichen" Flaschen wurde kurz nach dem deponieren direkt mit 4 separaten Schläuchen direkt wieder gefüllt. Soviel zur Exkursion an Bord. Schon beim 1. Brefing zeigte sich Stephanie als erfahrener Tauchguide. 1. weil sie die Tauchplätze immer sehr minutiös aufzeichnete sowie erklärte und 2. weil Sie sehr wahrscheinlich annahm, dass wir das lästige Maskenausblasen auch beherrschen welches als kleine Anmerkung meinerseits im Sommertraining in Arlesheim immer wieder mal geübt wird. Shaab Torombi diente zugleich als Checktauchgang. Es hiess also sich parat zu machen. Doch da verkürzte Fredy mit seinen sexy Strumpfhosen und seiner dargebotenen Show etwas die Zeit. Es ist immer wieder sehr aufschlussreich wie ein solcher Check-TG abläuft. Von diversen Seiten hörte man "wieviel Blei brauche ich den"

oder "könnte ich noch mehr Blei bekommen". Von den anderen hörte man jedoch gar nichts - aus folgenden 2 Gründen: erstens weil sie wussten wieviel Blei sie benötigten und zweitens weil sie total überbleit waren. Als sich jeder mit seiner benötigten Portion Blei wohlfühlte stand dem 1. TG nichts mehr im Wege. Als kleiner Tip: es gibt in den Logbüchern leere Seiten auf welchen man sich diverse Daten wie benötigtes Blei ect. notieren kann (sehr hilfreich und auch genügen andern erscheint das sehr professionell). Falls Ihr mal ein neues Logbuch benötigen würdet so ist für solche Bemerkungen die letzte Seite des WFB-Logbuches reserviert - welches bei Hanspi bezogen werden kann. Beim ersten TG merkte man schon, dass man relative nahe der Küste war Ø viele Dornenkronen. Dies sollte sich aber ändern je südlicher wir fuhren. über die einzelnen Tauchplätze möchte ich mich eigentlich nicht gross äussern. Es sei nur gesagt, dass es momentan noch um einiges schöner und weniger überlaufen ist als der Norden um Sharm El Sheik und Hurghada (ex Sunboatroute) betreffend Fischreichtum, intakte Riffe und Anwesenheit anderer Tauchbote. Wer selber mehr darüber sehen und erfahren will sollte Augen und Ohren offen halten; denn es ist möglich; dass 2001 ausserhalb des WFB-Programms nochmals eine Südtour organisiert wird. Dies wird aber nicht im WFB-Jahresprogramm erscheinen aber sicherlich an den Trainingsanlässen des WFB kundgetan. Doch nun zurück zu Shaab Torombi. Zurück vom ersten Tauchgang und ablegen der Ausrüstung stand die Crew auch schon da um einem in den Bademantel zu helfen. Ja Ihr lest richtig. Für jeden Gast hatte es einen Bademantel an Bord um sich nach dem Tauchen darin wohlig einzukuscheln obwohl es nicht kalt war - aber es fühlte sich so richtig Lenorfrisch an. Gleich darauf wurde einem auch schon ein erfrischender Tee gereicht. Am ersten Tauchtag absolvierten wir 2 Tauchgänge - aber auch das sollte sich nach einem geregelten Zeitablauf ändern. Es war eigentlich vorgesehen, dass pro Tauchtag bis zu vier Tauchgänge absolviert werden konnten was im Verlauf der Woche auch mehr oder weniger rege genutzt wurde. Manchmal war ein kühles Bier ;welches und da muss ich wirklich allen nicht nur ein Kränzchen sonden einen Kranz winden erst nach dem letzten Tauchgang des Tages vernichtet wurde; und das gemütliche Beisammensein doch überwiegender als sich nach 3 TG nochmals in den Anzug zu begeben. Egal wer wieviel, warum oder warum auch nicht getaucht war, so traf man sich immer gemeinsam im Salon um so ging es mir jedenfalls jeden Abend gespannt darauf zu warten - was der Koch wieder alles aus seiner kleinen heimeligen Küche hervorzaubern konnte. Und er konnte wirklich zaubern. Mit seiner Vielfalt und seinem Abwechslungsreichtum an Speisen und Kreationen vermochte er selbst eingefleischte Gourmets und Kritiker zu überzeugen. Die Tische waren immer sehr dekorative gedeckt sei es mit polierten Untertellern oder Dekorationen. Das Auge ist ja mit und so wurden auch die zubereiteten Speisen angerichtet. Service exklusiv. Nach jedem Essen welches zumindest aus meiner Sicht immer sehr gut ja fast vollkommen war und aus 3 bis 4 Gängen bestand traf man sich auf dem schon nächtlich umrahmten Sonnendeck um den ganzen Tag noch krönend mit einem Whisky abzuschliessen. Die meisten zogen sich danach in ihre Kojen zurück bis auf zwei "Aussenseiter" die jeweils ihre Schlafsäcke auch Furzguggä genannt ausrollten um die Nacht unter freiem Himmel zu verbringen. Ich meinerseits und auch Rene so habe ich anderntags erfahren haben das sehr genossen und beschlossen diese Art der Übernachtung während der ganzen Woche zu wählen. Da jeweils am Vorabend der Tagesablauf für den nächsten Tag besprochen wurde ergab es sich, dass teilweise ein Earlymorning Dive zwischen 06:30 und 07:00 Uhr angesagt war. Dass dies nicht nur Vorteile betreffend tauchen (Fische) sondern auch Nachteile hatte merkten unsere hungrigen Mägen als sie länger als sonst auf das leckere Frühstück warten mussten. Nach dem morgendlichen Frühstück hatte man dann genügend Zeit um sich mit faulenzen, lesen oder diskutieren die Überfahrt zum nächsten Tauchplatz zu vertreiben. Die angelaufenen Tauchplätze waren meiner Meinung nach immer etwas Spezielles. Sei es der 2 TG, ein Dämmerungs-TG oder ein Nacht-TG. Wer einigermassen das Auge dazu hat kann jedem TG dort etwas Spezielles abgewinnen. Mir persönlich sind 5 Highlights ganz speziell geblieben. Eines davon war am Samadai Erg's West als ich mit Rene als Tauchpartner unterwegs war und nachdem uns das Zodiac abgesetzt hatte Richtung Norden zur Discovery zurücktauchten. Nach diversen schönen Fels- und Rifformationen mit sensationell guter Sicht und auch fast übermässigem Fischreichtum schauten wir uns ganz unabhängig voneinander plötzlich und gleichzeitig an, denn jeder wollte dem andern zeigen was wir zur gleichen Zeit gesehen hatten. An einem Fels etwa 4-5 m unter der Wasseroberfläche ragte aus einer Höhle eine Muräne heraus deren Kopf eine Dimension hatte was alles dergleichen was ich bis jetzt gesehen hatte in den Schatten stellte. Der Durchmesser des Kopfes hatte in etwa die Ausmasse von 45-50 cm (1/3 schon abgezogen) !!! Ich weiss, dass ich ab und zu versuche Euch hinters Licht zu führen - aber diesmal erzähle und schreibe ich keinen S....ss (wer mir nicht glaubt kann Rene fragen, den ich übrigens nicht bestochen habe - oder Ihr sucht sie selbst falls sie noch da ist). Das 2. Highlight war am Erug Ghezira Wadi Gimal in der Lagune. Es bestand die Möglichkeit mit Delphinen zu schnorchel. Unterwegs hatten wir zwar schon Delphine gesehen, aber mit Ihnen zu schnorcheln und sie event. aus der Nähe beobachten zu können wollten wir uns nicht entgehen lassen. Wir liessen das erste Zodiac aus und machten uns wir die 2. Fuhre fertig. An Bord: Beat, Heny und ich. Meine Sea&Sea durfte natürlich nicht fehlen. Schon bei der kurzen Überfahrt in die Bucht war zu erkennen, dass es eine ganze Sippe sein musste - die sich dort aufhielt und ihre Bahnen zogen. In der Bucht wurden wir dann ausgesetzt. Obwohl die Sicht in der Bucht nicht gerade die beste war sahen wir sie doch wenn auch nur aus einiger Entfernung. Doch dann drehten sie ab und schwammen näher an uns vorbei.

Es war aber dennoch zu weit weg um Photos davon machen zu können. Wir versuchten ihnen zu folgen. Dieses Unterfangen war schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Trotz gutem WFB-Training gelang es mir nicht ihnen zu folgen (ich warte nun auf den nächsten Speciality Cours = follow the dolphins - egal wer ihn anbietet). Wieder einmal musste ich mir vor Augen halten wie unbeweglich wir im Wasser eigentlich sind. 2-3 Flossenschläge von ihnen und sie waren wieder fast ausser Sichtweite. So blieb ich an Ort und Beat versuchte ihnen den Weg abzuschneiden. So drehten sie plötzlich ab und schwammen anschliessend so nahe an uns vorbei, dass es dochnoch für Photos reichte.

Auch Dir Beat herzlichen Dank. Als 3. war es der Vorstandstauchgang mit Beat und Hanspi am Elphinstone-Riff als wir zwar nur von weitem 2 Weissspitzen- und 2 graue Riffhaie gesehen haben. Schon beim Brefing fielen Worte wie: Der Vorstand macht wieder einen Knaller ect. Es gibt heute noch Leute die nicht wissen wie tief wir waren und das ist auch recht so - das müssen wir nur uns gegenüber verantworten. Aber als Vorstand hat man ja auch eine gewisse Vorbildsfunktion und so will ich das bis jetzt wohlgehütete Geheimnis endlich lüften und allen die es interessiert die genaue Tiefe bekannt geben. Wir waren auf .9,7 m also auf etwa der selben Tiefe wie diejenigen die es am meisten interessiert hat und die dann am selben Tag am Elphinston Süd-Riff Richtung Torbogen getaucht sind. Eine Ausnahme gibt es aber: wir haben die Haie wirklich gesehen. Das 4. und 5. Highlight war dann am letzten Tauchtag. Als 4.es wieder ein Earlymorning-Dive um 07:00 Uhr mit Krokodilsfisch, Scorpionsfischen, vielen verschiedenartigen Feuerfischen und einem ganzen Feld von Sandaalen was somit zu meinem längsten bisherigen Tauchgang von 85 min. führte. Als letztes Highlght war der letzte Tauchgang noch zu erwähnen mit Pyjama- und Netzwarzenschnecken die es laut Stephanie praktisch an jedem Tauchplatz gegeben haben soll aber von ihr leider auch nie zu Gesicht bekommen wurden sowie einer Schildkröte die mit einladenden Arm- und Beinbewegungen mich zu einem Photospurt veranlasst hatte.

Abschliessend zu den Tauchplätzen sei noch erwähnt, dass überall nur an Bojen geankert wurde und somit teilweise ein Transfer zum Tauchplatz nur mittels Zodiac möglich war - was teilweise die Mitnahme der Fotoausrüstung erschwerte oder verunmöglichte um sie wieder heil und ganz nach Hause mitnehmen zu können. Nicht zu vergessen sei auch der Dank an Tommy der vorgängig zum Discovery-Törn Fragebögen anlässlich des WFB-Wettbewerbes zusammengestellt hatte und diese Heinz als Kurier mitgegeben hatte. An einem wie so üblich schönen und gemütlichen Abend beim Apero hat uns dann Heinz die Fragebögen über den Tisch respektive in die Hand geschoben. Zeitliche Limite war keine gesetzt was auch teilweise sehr hilfreich war.

Der Fragebogen bestand aus Physik, Medizin, Berechnungen, Scherzfragen ect. Es wurde geschrieben, gerechnet und wieder durchgestrichen. Bei der Tauchgangsberechnung stellte sich wieder einmal heraus, dass CMAS und PADI doch unterschiedlich sind und sei es auch vielleicht nur hier. Den wer kann mit einer CMAS Ausbildung mit einem Weel oder mit einer PADI Ausbildung mit einer Bühlmanntabelle rechnen. Einig war man sich darüber, dass es gut ist einen Tauchcomputer sein eigen zu nennen. Der Test wurde von allen dann mehr oder weniger ausgefüllt und an Heinz resp. an Tommy weitergeleitet. Doch nun zum vorher beschriebenen CD-Player mit seiner Wiederhol-funktion. An einem schönen Riff lagen wir mit der Heaven One gegen Ende des Törns Seite an Seite vor "Anker". Als wir beim Essen waren bemerkten einige, dass die Heaven One plötzlich 2 Galionsfiguren hatte obwohl sie eigentlich bauseitig gar keine hat. Gemeint war ein Pärchen (Tauchtouristin und jemand von der Besatzung) welches sich so nahmen wir an in den vergangenen Tage gefunden hatten. Beide hielten sich so eng umschlungen und schienen alles rund um sich herum vergessen zu haben. Nur teilweise war ein weisses Taschentuch sichtbar womit er vergeblich versuchte Ihre Tränen zu stoppen. Es war anzunehmen, dass dies Ihr letzter Tag war. Dieses Bild erinnerte uns alle an die Szene vom Untergang der Titanic als Leonardo Di Caprio mit seiner Herzdame am Bug steht. Was blieb uns da anderes übrig als in das Geschehen einzugreifen und den beiden die letzten Momente zu verschönern. Also legten wir die CD der Titanic ein und drückten die Repeattaste zum Lied von Celine Dijon my Heart will go on. Obwohl die Membranen der Lautsprecher zu platzen drohten dauerte es eine ganze Weile bis Ihrerseits eine Reaktion eintrat. Die restlichen Gäste der Heaven On inkl. Crew hatten unseren Wink schon lange verstanden und amüsierten sich wie auch die Crew der Discovery über dieses Erscheinungsbild und die zugehörige musikalische Untermalung. Als der Song zum 4. oder 5. mal gespielt wurde verliessen Sie der Bug und zogen sich zurück. Aus welchen Gründen Sie sich zurückzogen weiss ich nicht, aber es ist ja möglich - dass Ihm die Nastücher ausgegangen sind. Aber nun zurück zu unseren letzten Tagen auf der Discovery. Am zweitletzten Tauchtag wollte uns Stephanie nochmals einen ihrer Lieblingslätze zeigen - Mangrove Bay. Leider so war von weitem zu sehen waren die bewilligten Ankerplätze schon belegt. Dies veranlasste uns sehr weit weg von Mangove Bay an einem anderen Tauchplatz festzumachen. Der Verdruss darüber war Stephanie nicht nur anzusehen sondern war auch wortstark zu vernehmen. Als die Discovery nun fest vor "Anker" lag und man sich mit der Situation abgefunden zu haben schien war plötzlich ein Schrei zu hören. "Es läuft ein Schiff ab Mangrove Bay aus". Was sich jetzt abspielte war erste Sahne. Die Crew reagierte anfänglich noch etwas verhalten aber später durch unsere Anfeuerungsrufe um so schneller, da am hinteren Horizont 3 noch fahrende Schiffe die selbe Chance auch gewittert (gesehen) hatten in Mangrove Bay noch zu tauchen und die Nacht zu verbringen. Es begann nun ein Wettlauf mit der Zeit. Gemeinsam packten wir alle mit an (das 1. mal in dieser Woche dass wir das durften) und zogen in einer Blitzaktion das Zodiac wieder auf die Plattform nachdem vorne zuerst die "Verankerung" gelöst war. Dann hiess es Motoren marsch und die Discovery zeigte was sie; unter der Haube, im Kessel oder wie man dem auch sagt; drauf hatte um schlussendlich als Sieger hervorzugehen und den freien Platz belegte. Für Stephanie war die Welt nun wieder in Ordnung und ich muss Ihr zustimmen es ist wirklich ein schöner Tauchlatz an dem es sogar Nacktschnecken gibt. An diesem Tauchplatz habe ich dann auch meinen bisher längsten Tauchgang gemacht und ich kann jedem wirklich nur empfehlen an diesem Ort einem Earlmorningdive zu tätigen, denn es ist wirklich sensationell.

Wie vorn als Highlight schon beschrieben: vom Krokodilsfisch über Skorpionsfische und jegliche Arten von Feuerfischen bis zu einem ganzen Feld voller Sandaale war wirklich alles vertreten. Leider waren wir nur zu viert und alle restlichen mussten etwas länger als sonst auf das Frühstück warten. Den letzten Tauchgang am Utopiariff haben dann praktisch alle noch absolviert. Dann galt es das Tauchequipment so gut als möglich vom Salzwasser zu befreien und eine geeignete Stelle zu trocknen zu finden. Dass Süsswasser auch seine Tücken haben kann merkte Benny als erster und legte auf der nassen Treppe einen Sturz hin für dem ich Ihm die Note 10 geben würde. Nein Scherz bei Seite. Der Sturz war wirklich gefährlich und Benny hat sich dabei auch ziemlich verletzt. Es standen jedoch sofort Eispackungen zur Verfügung um die Schwellungen einigermassen zu behandeln. Es wäre gut wenn solche neuralgischen Stellen mit einer Art Sandmatte belegt würden - was wir auch auf dem Fragebogen über Service, Tauchen, Essen ect. vermerkt haben. Der restliche Teil der Aufräumarbeiten wurde dann etwas ruhiger angegangen um weiteren Unfallen entgegenzuwirken. Mann und Frau setzte sich nun zusammen und lies die vergangene Woche nochmals Revue passieren. Ich für meinen Teil muss sagen, dass eine Woche für mich ausreichend war. Wären es zwei Wochen so müsste ich nach der 1. Woche eine Pause einlegen, da ich gar nicht mehr alles aufnehmen konnte was eigentlich sehr schade ist. Nach einer kurzen Überfahrt waren wir dann wieder im Hafen von El Quesier. Diesmal waren die anderen Schiffe schneller gewesen und die Anlegelätze schienen belegt zu sein. Da lag die ganze Armada wieder vor meinen Augen, ausser der Heaven On und wir auf der Discovery. Erst parkte die Heaven rückwärts zwischen die Schiffe wobei der restliche Anlegeplatz nochmals schrumpfte. Aber Kapitän Hassan von der Discovery (tönt fast gleich wie Captain Kirk von der Enterprise) plazierte das Schiff in Millimeterarbeit ebenfalls rückwärts zwischen die schon festgemachten Schiffe. Eine Bravourleistung welche nicht die einzige war was wir im Verlauf der vergangenen Woche feststellen konnten. Nun galt es das Equipment wieder etwa in der gleichen Reihenfolge wie beim Packen zu verstauen, denn wer wollte konnte anschliessend wieder mal festen Boden unter den Füssen fühlen und nach El Quesier hinein gehen. Einige andere und ich blieben an Bord und genehmigten sich nach getaner Arbeit ein Bier oder waren es zwei??? Schon als die Ersten den Quai betraten wurden sie schon von einheimischen Reiseleitern empfangen. Es waren aber praktische alle nach kurzer Zeit wieder an Bord. Man hörte dann Worte wie scheiss Kaff oder andere die zu aufdringlich bedrängt wurden äusserten auch Worte I now thath bullschit und so waren wir mit unserem Bier an Bord doch recht froh. Als alle wieder an Bord waren galt es den Schaden der vergangenen Woche zu begleichen. Was sehr angenehm war, dass man in CHF, DM oder US$ zahlen konnte. So nahte nun das letzte Abendessen an Bord welches wiederum eine Wucht war. Dass dieser Abend nicht all zu lange werden würde war mir und auch andern bewusst, denn am darauffolgenden Morgen galt es um 04:00 wieder aufzustehen um 05:00 mit dem Bus wieder Richtung Hurghada die erste Etappe der Rückreise anzutreten. Der Bussfahrer war eigentlich schon lange da - schlief aber ausgiebig im Bus so dass wir erst viel später als geplant abfuhren. Die Zeit wurde langsam knapp, da Lydia und Hanspi vor uns abfliegen mussten. Ihre Rückreise führte nochmals über Cairo und Rom zurück in die Schweiz. Wir restlichen hatten noch etwas mehr Zeit und so gab es einen kurzen Abschied. Beat übernahm diesmal die Rolle des Reiseleiters für den Gruppencheckin (besten Dank). Der Rückflug nach Zürich war gleich unproblematisch wie der Hinflug. Eine Ausnahme bestand jedoch. Diesmal hatte die Egyptair Bier an Bord auch wenn es nur alkoholfreies war (man konnte es auch kaum trinken). Da der Flug nicht ausgebucht war hatte man auch die Gelegenheit sich etwas zu verteilen obwohl die Bestuhlung bei anderen Fluggesellschaften weitaus enger ist. In Zürich gut gelandet haben alle wieder ihr Gepäck in Empfang nehmen können. Wir suchten uns dann den nächsten Zug Richtung Basel. In Zürich HB gab es dann noch einen kurzen Spurt um die gerade noch wartende Verbindung nach Basel zu erreichen. In Liestal dann wartete schon Ursi mit den Kindern und winkten uns ganz ungeduldig zu bevor sie Ehemann und Papi wieder in die Arme nehmen konnten. Für diejenigen die vor einer Woche hier zugestiegen waren endete hier auch die Reise. 5 restliche der 11 kleinen Negerlein fuhren dann noch weiter bis Basel wo auch ihre Reise zu Ende war. That's the end of my story. Es war einfach super und es hat alles perfekt geklappt. All denen die in diesem Bericht nicht namentlich erwähnt wurden möchte ich ebenfalls danken - sei es als Tauchpartner oder als Helfer bei Reparaturarbeiten oder einfach weil Du dabei gewesen bist und ebenfalls zum guten Gelingen einer sicherlich für alle unvergesslichen und super tollen Woche beigetragen hast. Äs isch super gsy. Hampe


Autor: Hampe Scheuber